Recht auf digitale Bildung

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Recht auf digitale Bildung

Die Corona Pandemie zeigt uns die Ungleichheit auch in der Bildung auf. Schüler:innen weltweit können nicht am Unterricht teilnehmen. Die EU hat deswegen kürzlich eine Resolution beschlossen, die allerdings an den Außengrenzen endet.

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Passen ein globales Recht auf Bildung und eine klaffende Digital Gap zusammen?

Ungleiche Bildungschancen in der Corona-Pandemie

Schüler:innen weltweit müssen zum Teil von zu Hause aus lernen, trotz alter oder fehlender Geräte und schlechter Verbindung. Die Digitalisierungsunterschiede zwischen Schulen und Regionen zeigen eine ungleiche Chance auf, als Kind das eigene Recht auf Bildung wahrzunehmen.

Was tun dagegen? Eine Resolution des EU-Parlaments

Am 22.10.2020 beschloss das Europäische Parlament deswegen eine Resolution zur Bekämpfung der ungleichen Digitalisierungsstandards an Schulen in der EU und bei den Schüler:innen zu Hause.⁠ Hierzu zählen die Ausrüstung mit technischen Geräten, die alle notwendigen Funktionen bieten sowie eine moderne Internetverbindung, die Streaming, Videoübertragung wie auch Up- und Downloads ermöglicht.

Mit über 85% stimmte das Parlament für eine Verdreifachung des #Erasmus+ Budgets und für eine klare Empfehlung an die einzelnen Mitgliedsstaaten, ihre Bildungsausgaben deutlich zu erhöhen.⁠ Die Abgeordneten befürchten nämlich, dass ein Bildungsrückstand in mehreren europäischen Staaten dazu führe, dass eine gesamte Generation abgehängt und damit in Zukunft die EU-Wirtschaftskraft gedämpft wird.

Digitale Bildungsungleichheit stoppt nicht an den EU-Außengrenzen

Die UNESCO spricht allerdings davon, dass 90% der Schüler:innen in den am weitesten entwickelten Staaten die Möglichkeit haben, digital von zu Hause aus am Unterricht teilzunehmen. In Staaten mit einem im globalen Durchschnitt niedrigem Durchschnittseinkommen liegt diese Rate bei nur 25%.

MediaMundo will daher darauf aufmerksam machen, dass eine Digitalisierung innerhalb der EU in jedem Falle vorangetrieben werden muss, aber nicht an den EU-Außengrenzen enden darf. ⁠Die klare digitale Ungleichheit zwischen dem Globalen Norden und Süden motiviert unsere Projektauswahl!

*Disclaimer: Wir bei MediaMundo sprechen lieber von Ländern des Globalen Nordens und Südens anstelle von entwickelten Ländern, da Entwicklungsfortschritt eine Definitionssache ist. Wir verwenden aber in einzelnen Artikeln aus Wahrheitsansprüchen heraus die Begriffe, die in der Quelle genannt werden. 

Hier geht es zum Artikel des EU-Parlaments und hier erfährst Du mehr über unsere Projekte. ⁠

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